Mit dem Wohnmobil nach Frankreich: Die schönsten Routen und praktische Reisetipps
Frankreich zählt zu den beliebtesten Reisezielen für Camper und das aus gutem Grund. Das Land ist vielfältig, gut erreichbar und bietet ideale Bedingungen für eine Reise auf vier Rädern. Zwischen Atlantikküste, Mittelmeer, Weinregionen und historischen Städten lässt sich eine Route ganz nach den eigenen Vorlieben planen.
Ob entspannte Küstentour, kulinarische Rundreise oder abwechslungsreicher Roadtrip durch mehrere Regionen: Frankreich bietet für Einsteiger ebenso passende Strecken wie für erfahrene Wohnmobilreisende.
Warum sich Frankreich ideal für eine Wohnmobilreise eignet
Wer mit dem Wohnmobil nach Frankreich reist, profitiert von kurzen Anfahrten aus Deutschland und einer großen landschaftlichen Vielfalt. Ein großer Vorteil liegt in der flexiblen Routenplanung. Sie können sich auf eine einzelne Region konzentrieren oder mehrere Stationen zu einer längeren Wohnmobil Tour Frankreich verbinden. Dadurch ist Frankreich sowohl für spontane Reisen als auch für sorgfältig geplante Roadtrips eine sehr gute Wahl.
Die beste Reisezeit für Frankreich mit dem Wohnmobil
Die beste Reisezeit hängt stark von Ihrer Route ab. Für Elsass, Vogesen, Bretagne und Normandie sind Frühling bis Frühherbst meist ideal. Für Südfrankreich sind Mai, Juni und die Monate nach dem Hochsommer oft die entspanntere Wahl.
Wer flexibel unterwegs ist, reist am besten außerhalb der Hauptferienzeiten. Dann sind viele Plätze weniger voll, Etappen entspannter und beliebte Regionen deutlich angenehmer zu erleben.
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Mit dem Wohnmobil ins Elsass: Ideal für einen kurzen Roadtrip
Für Einsteiger oder einen kürzeren Roadtrip ist das Elsass eine besonders gute Wahl. Die Region ist schnell erreichbar und verbindet Fachwerkorte, Weinstraßen und Natur auf engem Raum. Typische Stopps sind Straßburg, Colmar, Kaysersberg und die Vogesen.
Eine genussvolle Route durch das Elsass und die Vogesen
Route: Straßburg – Marlenheim – Ribeauvillé – Kaysersberg – Colmar – Vogesen – Gérardmer – Dabo – Straßburg
Strecke und Fahrzeit: ca. 450 km – ideal aufgeteilt auf 5 bis 7 Tage
Beste Reisezeit: Mai bis Oktober – für Weinorte auch im Frühherbst besonders schön
Diese Route eignet sich besonders, wenn Sie Frankreich mit dem Wohnmobil ohne lange Anreise erleben möchten. Straßburg ist ein guter Ausgangspunkt, bevor es durch die Weinorte des Elsass weitergeht. Colmar und die kleineren Dörfer entlang der Weinstraße bieten genau die Mischung aus Kultur, Kulinarik und entspannter Atmosphäre, die viele an Frankreich schätzen. In den Vogesen wird es ruhiger und landschaftlicher. Dort sollten Sie allerdings beachten, dass einzelne Strecken je nach Wetter saisonal eingeschränkt sein können.
Bretagne und Normandie: Küstenorte, Natur und Geschichte
Wer das Meer liebt, findet im Nordwesten Frankreichs eine besonders reizvolle Region. Bretagne und Normandie stehen für raue Küsten, kleine Hafenorte und weite Landschaften. Beliebte Ziele sind Saint-Malo, die rosa Granitküste und der Mont-Saint-Michel.
Mit dem Wohnmobil entlang Frankreichs Küste bis zum Mont-Saint-Michel
Route: Nantes – Vannes – Quiberon – Saint-Malo – Cancale – Mont-Saint-Michel – Arromanches – Le Havre – Nantes
Strecke und Fahrzeit: ca. 1.200 km – ideal für 10 bis 14 Tage
Beste Reisezeit: Mai bis September – Frühling und früher Herbst sind meist entspannter
Diese Wohnmobil Tour durch Frankreich lebt vor allem von ihrer Atmosphäre. Küstenorte, Strände und markante Landschaften wechseln sich auf angenehme Weise ab. Saint-Malo bringt maritimes Flair und Cancale ist für viele ein kulinarischer Höhepunkt. Der Mont-Saint-Michel gehört zu den Klassikern einer Frankreichreise. Gerade hier lohnt es sich, Etappen nicht zu eng zu planen. So bleibt genug Zeit für Aussichtspunkte, spontane Stopps und entspannte Tage am Meer.
Südfrankreich entdecken: Provence und die Côte d’Azur
Südfrankreich gehört zu den Klassikern für alle, die Sonne und mediterrane Orte mögen. Lavendelfelder, Schluchten und das Meer machen diese Region besonders beliebt. In der Hauptsaison ist sie allerdings stark gefragt. Wer es entspannter mag, reist besser im späten Frühling oder frühen Herbst.
Eine abwechslungsreiche Tour zwischen Lavendel, Schluchten und Meer
Route: Marseille – Avignon – Gordes – Roussillon – Verdon – Cannes – Saint-Tropez – Hyères – Marseille
Strecke und Fahrzeit: ca. 850 km – ideal für 7 bis 10 Tage
Beste Reisezeit: Mai, Juni sowie September und Oktober
Diese Route ist ideal, wenn Sie Frankreich mediterran und genussvoll erleben möchten. Rund um Avignon und Roussillon treffen Natur und Provence-Flair aufeinander. Ein landschaftlicher Höhepunkt ist die Verdonschlucht. Danach wird die Reise Richtung Côte d’Azur lebendiger und touristischer. Für größere Fahrzeuge empfiehlt es sich, Innenstädte und enge Küstenorte gut vorzuplanen und bei Bedarf auf Campingplätze auszuweichen.
Mit dem Wohnmobil in den französischen Alpen
Wenn Sie Ihre Wohnmobil Tour durch Frankreich mit Bergen und eindrucksvollen Panoramen verbinden möchten, sind die französischen Alpen eine empfehlenswerte Option. Die Route des Grandes Alpes ist bekannt für spektakuläre Ausblicke, verlangt aber auch etwas Erfahrung.
Eine Panoramaroute für alle, die gern in den Bergen fahren
Route: Thonon-les-Bains – Bourg-Saint-Maurice – Tignes – Modane – Briançon – Barcelonnette – Menton
Strecke und Fahrzeit: ca. 680 km – sinnvoll für 3 bis 5 Tage oder als Teil einer längeren Reise
Beste Reisezeit: Juni bis Oktober, da viele höhere Pässe witterungsabhängig sind
Diese Strecke eignet sich vor allem für erfahrene Reisende, die das Fahren selbst als Teil des Erlebnisses sehen. Enge Kurven, Passstraßen und wechselnde Wetterbedingungen machen die Route anspruchsvoller als Touren durch Elsass oder Bretagne. Dafür bietet sie außergewöhnliche Ausblicke und eindrucksvolle Natur. Für Familien oder Einsteiger ist sie eher als Ergänzung zu einer längeren Frankreichreise geeignet.
Noch mehr Reiseziele in Europa entdecken
Frankreich hat Sie auf den Geschmack gebracht? Entdecken Sie in unserem Beitrag „Mit dem Wohnmobil durch Europa – Die 10 schönsten Reiseziele“ weitere schöne Routen und neue Ideen für Ihre nächste Reise.
Was Sie zu Verkehrsregeln, Umweltzonen und Maut wissen sollten
Wer mit dem Wohnmobil nach Frankreich reist, sollte die wichtigsten Regeln vorab kennen. Das hilft nicht nur bei der Routenplanung, sondern vermeidet auch unnötige Kosten unterwegs.
Für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen gelten in der Regel folgende Höchstgeschwindigkeiten:
- 50 km/h innerorts
- 80 km/h außerorts
- 110 km/h auf Schnellstraßen
- 130 km/h auf Autobahnen
Wichtig: Maßgeblich sind immer die ausgeschilderten Tempolimits vor Ort. Bei Regen gelten in Frankreich niedrigere Tempolimits. Auf Schnellstraßen sind dann maximal 100 km/h, auf Autobahnen höchstens 110 km/h erlaubt. Diese Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten unabhängig von der Witterung auch für Fahranfänger, die ihren Führerschein seit weniger als drei Jahren besitzen.
Auch die Maut sollten Sie fest in Ihre Planung einbeziehen. Auf fast allen französischen Autobahnen wird streckenabhängig Maut erhoben. Die Kosten richten sich unter anderem nach Fahrzeugkategorie, Höhe und gefahrenen Kilometern. Zusätzlich können auch Tunnel und Brücken gebührenpflichtig sein. Auf einzelnen Strecken wird die Maut inzwischen per Free-Flow-System ohne Schranke erfasst. In diesen Fällen wird das Kennzeichen automatisch registriert und die Gebühr muss anschließend innerhalb von 72 Stunden bezahlt werden. Anders als in manchen anderen Ländern gibt es in Frankreich keine klassische Autobahnvignette.
Wer eine französische Umweltzone befahren will, benötigt dafür eine Crit’Air-Vignette. Das gilt auch für ausländische Fahrzeuge. Seit dem 1. Januar 2025 gelten in allen französischen Städten und Ballungsräumen mit mehr als 150.000 Einwohnern neue permanente Umweltzonen. Dadurch ist das Thema für Wohnmobilreisende deutlich relevanter geworden.
Praktische Tipps für Ihre Wohnmobilreise durch Frankreich
Für eine entspannte Reise lohnt es sich, Ihre Route nicht zu voll zu planen. Frankreich ist groß und gerade die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft unterwegs. Gerade bei langen Strecken in Richtung Bretagne, Atlantik oder Mittelmeer ist es sinnvoll, die Anreise als Teil der Reise zu betrachten und Zwischenstopps einzuplanen.
Für den Reisealltag ebenfalls wichtig: Freies Campen ist in Frankreich nicht überall erlaubt. Gerade an Küsten, in Naturschutzgebieten oder in touristisch stark frequentierten Bereichen gelten oft klare Einschränkungen. Nutzen Sie deshalb möglichst offizielle Stell- und Campingplätze oder kommunale Wohnmobilstellflächen. Viele Gemeinden bieten praktische Stellmöglichkeiten an, teils günstig oder sogar kostenlos.
